doswidanja

September 15th, 2011 § 71 Kommentare

vielleicht ist es im leben ein wenig so
wie neulich auf dem dachgarten der sauna. als ich nach draußen trat, verzog sich die wärmende herbstsonne gerade hinter den wolken. die anderen frauen flüchteten ins warme haus.

allein stand ich im schatten und wartete. der wind peitschte die wolken am himmel entlang. eine weiße, eine graue und wieder eine weiße. ich fror. endlich, endlich näherte sich ein blaues wolkenloch, winzig klein stemmte es sich zwischen die massigen wolken. mit einem mal strahlte die sonne so kraftvoll und hell, dass ich die augen schließen musste. “tanke, tanke”, sagte ich mir, gleich ist sie wieder verschwunden. aber sie verschwand nicht. ich blinzelte und sah, dass die wolken aufgebrochen waren und sich gen osten verzogen.

vielleicht brauchen die dunklen wolken einfach ihren raum und ihre zeit. man kann sie nicht einfach wegschieben, auch wenn man hinter ihnen die sonne weiß.

machen sie es gut, alle miteinander. ich nehme meinen hut und werde ausharren, bis die sonne mein kleines wolkenloch gefunden hat.

es war mir eine große freude. hier und mit ihnen.

doswidanja.

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